Bewährungsprobe

Ein Format zur Präsentation zeitgenössicher Kunstproduktion in Wien. Mit einem Fokus auf künstlerischen Produktionsformen und Gerechtigkeit. Präsentiert von Johannes Franz.

Zwei KünstlerInnen besprechen außerinstitutionell ihre Arbeiten – für jeweils eine Dreiviertelstunde. Sie erörtern ihre Praxis, Strategien und Techniken. Da an etablierten Orten wie Museen oder auf Messen über Kunst geredet wird, sich aber außerhalb der Szenen eine mindestens ebenso relevante Diskussion weiterentwickeln muss, wollen wir uns zu den Bewährungsproben treffen. Kritik muss eingeübt werden.
Die Bewährungsproben ermöglichen unabhängig von Ausstellungen und somit öffentlicher Repräsentation über die eigene künstlerische Arbeit zu sprechen.


Gehen wir mal davon aus, dass der künstlerische Erfolg kein reiner Glücksfall ist. Um dem Phänomen nahe zu kommen, benötigt es eine Kategorienbildung. Und die soll sich mit den Bewährungsproben entfalten und konkreter werden. Was sind heute relevante Themen und Haltungen? Mit zunehmender Wiederholung werden allgemeine Interessen, Bedingungen und Nöte sichtbar.


Der Begriff der Kunstkritik spielt eine wichtige Rolle – wer fühlt sich befähigt, Kritik zu üben? In der neoliberalen Blütezeit wird den KuratorInnen und manchen Magazinen und Journalen diese Rolle zugeschrieben. Da jedoch speziell diese beiden Pole ganz spezifische Marketinginstrumente verwenden, gilt es kritische Gespräche zu führen und Anlässe herzustellen.