Gruppeninterview

Einladung

Interview Einladung

Philipp: Ihr wurdet letztes Jahr von der Akademiekuratorin Elsy Lahner ausgewählt, ein Gruppenprojekt im Rahmen der Akademie zu realisieren. Wie kam es dazu? Was habt ihr euch davon versprochen? Was, glaubt ihr, hat sich die Kuratorin davon versprochen?

Michi: Wir sind nicht als Gruppe ausgewählt worden, ein Gruppenprojekt zu machen, sondern die Kuratorin dachte, ein bisschen Kunst im öffentlichen Raum, das wäre doch ganz schön. Darum hat sie aus der Klasse ein paar Leute ausgewählt, die eine Ausstellung machen sollten.

Wir haben ihr vorgeschlagen, dass wir gerne als Gruppe etwas machen würden. Weil wir als Gruppe gerade am Arbeiten waren, für den Rundgang und anderes. Unsere Entscheidung war quasi, gemeinsam als Gruppe aufzutreten oder gar nicht.

Philipp: Das heißt, sie hat einen Teil der Gruppe für ein Gruppenprojekt ausgewählt?

Michi: Sie hat einen Teil der Gruppe ausgewählt.

Sarah: Aber nicht wirklich für ein Gruppenprojekt.

Arthur: Nein. Sie wählte Leute aus, bei denen sie das Gefühl hatte, die würden sich mit dem öffentlichen Raum beschäftigen. Weil wir „Klasse Kunst im öffentlichen Raum“ heißen, sollten wir das wohl auch repräsentieren.

Philipp: Sie hat nichts davon gewusst, dass es schon eine Gruppe davor gab?

Sarah: Sie war bei unserem Club-uumen-Abend eingeladen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir gerade begonnen, gemeinsam als Gruppe aufzutreten und dieser Abend war ein Teil davon.

Michi: Insofern waren wir überrascht, dass sie das nicht mit bedacht hat, dass wir gerade als Kollektiv arbeiten, und auf Einzelpositionen bestanden hat.

Philipp: Eigentlich war das schon ein Fehlstart, der aber vielleicht den Zusammenhalt der Gruppe bestärkt hat?

Nadine: Ob sonst niemand mitgemacht hätte, das wurde nicht besprochen. Wir haben nur entschieden, sie zu fragen, ob wir nicht alle teilnehmen können, als Gruppe.

Johannes: Und was habt ihr euch davon versprochen?

Arthur: Wir haben uns ein Jahr lang regelmäßig getroffen und entschieden, als Gruppe auftreten zu wollen. Aber es gab Schwierigkeiten, konkreter ins Machen zu kommen – die wir vielleicht nach wie vor ein bisschen haben. Die Einladung war ein Anlass, auf den man reagieren konnte.

Michi: Davor waren wir auf der Suche nach einem Ort, an dem man was machen könnte. Die Einladung war dann eine gute Gelegenheit für unser Gruppenprojekt, weil da der Ort schon feststand.

Philipp: Und abgesehen von Ort, Deadlines und solchen Sachen, war es dann wichtig, ein konkretes Projekt zu machen? Eines, das dann steht. Zuvor war das ja noch relativ lose.

Arthur: Und selbst dieses Projekt – der künstlerische Gegenstand den wir da produziert haben – ist noch immer relativ schwer zu fassen. Deswegen ja auch dieses Kollektiv-Interview.

Johannes: Und in welchem Rahmen fand das Projekt statt?

Daniel: Es war eine „Kurator in Residence“-Serie. Kuratorinnen von außerhalb suchen sich ein Jahr lang ihre Lieblingsstudentinnen und kuratieren Ausstellungen in der Aula der Akademie.

Johannes: Wisst ihr was über den Namen – Demonstrationsraum? Wo kommt das her?

Arthur: Eine Demonstration davon, was in der Akademie so passiert. Aber vielleicht noch einmal zurück zur Ort-Frage. Es war lange unklar, ob überhaupt etwas in der Aula und am Schillerplatz stattfinden soll. Es gab zum Beispiel ein Gerücht, dass es irgendwo einen Raum oder eine Auslage am Schottentor geben sollte. Eine andere Überlegung war, ob eine Bootsfahrt den Rahmen für unsere Demoraum-Ausstellung bilden könnte.

Nadine: Wir haben auch über diese Verweis-Idee gesprochen, die vorher schon da war – einen Raum zu nutzen, um auf etwas anderes zu verweisen.

Arthur: Und das hat sich dann eigentlich auch durchgesetzt.

Nadine: Es gab von Elsy Lahner die Vorstellung, „Innen und Außen zu verbinden“.

Einer unserer Lieblingssätze zu der Zeit.

Daniel: Wir hatten eine extrem lange Ideenfindungsphase, wo wir uns alles Mögliche überlegt haben und überhaupt keine Ahnung hatten, was wir machen werden.

Philipp: Es gab dann doch die Idee, die mit dem Schillerplatz zusammenhing?

Arthur: Nein, das war noch nicht so ideemäßig, das war mehr ein langsames Kristallisieren. Wir haben uns geeinigt, konkrete Projektideen für den Schillerplatz zu entwickeln.

Michi: Das war die erste konkrete Phase, wo wir uns auf einen Ort spezialisiert haben.

Sarah: Jeder hat sich vorübergehend einzeln was überlegt.

Daniel: Damals haben wir uns oft dort getroffen.

Philipp: Es geht gar nichts mehr und dann splittet man sich kurz auf?

Michi: Nein, es war schwierig, als Gruppe gemeinsam eine Idee zu erarbeiten. Jeder Einzelne sollte von seiner eigenen Position, wie er sonst arbeiten würde, ausgehen. Entwürfe machen oder Modelle oder was auch immer – Strategien eines jeden Einzelnen.

Philipp: Und eine Idee davon ist genommen worden?

Michi: Nein, gar nicht. Das war ein ziemlich langer Ideenfindungsprozess, wo es dann auch Konflikte gegeben hat. Das war mühsam, da sich immer nur ein Teil der Gruppe getroffen hat. Die haben sich auf etwas geeinigt, dann ist jemand dazugekommen, der den Ideenfindungsprozess nicht mitgekriegt hat und dann ist alles wieder über Bord geworfen worden.

Arthur: Wer denn zum Beispiel?

Michi: Ich war in der Position, war der Buhmann, weil ich was scheiße gefunden habe.

Arthur: Was denn?

Michi: Ich glaube das mit dem Zelten.

Nadine: Das war aber eigentlich eher Spaß. Man trinkt und redet über etwas, was sich lustig anhört. Dann kommt ein anderer dazu …

Arthur: Ja, wir haben gedacht, wir wollen den Schillerplatz in Besitz nehmen, dableiben.

Michi: Das war dieser Klausurgedanke.

Arthur: Den gab es auch schon von früher. Klausur, warum nicht dort? Irgendjemand mochte dann das Bild, im ersten Bezirk in Militärzelten zu wohnen. Wir wollten dann aber doch lieber ins „Meridien“.

Daniel: Und dann kam irgendwie die Krise ins Gespräch.

Philipp: Was für eine Krise?

Arthur: Wirtschaftskrise, nicht unsere! Also unsere sowieso eh auch immer.

Lachen

Philipp: Das heißt, ihr wolltet ursprünglich, weil es keine Idee gab, die Entscheidung hinausschieben und den Prozess dann performativ verwenden?

Daniel: Es gab da die Idee, an irgendeinem Abend, dass die Wohnanlagen rund um den Schillerplatz plötzlich abgeschlossen sind vom Rest der Welt.

Sarah: Da kann ich mich jetzt nicht mehr erinnern. Bei den Fragebögen aber …

Arthur: Die waren erst viel später!

Michi: Das war später. Was meinst du mit „abgeschlossen von der Welt“, Daniel?

Daniel: Ich weiß es nicht mehr.

Arthur: Es kann sein, dass wir gedacht haben, dieses Viertel als Selbstversorger …

Sarah: Soweit ich mich erinnere, beinhalteten die ersten Fragebögen, an denen wir arbeiteten, Fragen, die eine Notsituation, einen Ausnahmezustand zum Thema hatten. Das lag dann zeitlich schon sehr nah beisammen mit der Idee, die dann wirklich umgesetzt worden ist.

Michi: Vielleicht kam das, was Daniel sagt, als wir uns überlegt haben, was schon da ist am Schillerplatz und rundherum – lauter eigenartige Sachen eigentlich.

Arthur: Das kann sein, wahrscheinlich ja. Wir haben dort nach Situationen gesucht, auf die wir reagieren könnten – und gemerkt, dass wenig Interaktion passiert zwischen den Leuten, die ihn benutzen. Wir dachten, es wäre doch jetzt wichtig in Zeiten der Wirtschaftskrise, dass man sich hilft, zusammenrückt in diesem Viertel. Oder?

Daniel: Genau.

Arthur: Dann haben wir gedacht, wenn man Menschen zusammenbringen will, muss man ein Fest machen.

Nadine: So leicht war es, glaube ich, nicht …

Arthur: Das war nicht wirklich leicht, aber wir hatten nur noch zwei Wochen Zeit.

Nadine: Naja, das Thema „Fest“ gab es ja zwischendurch auch schon.

Sarah: Am Anfang wollten wir nicht nur einfach ein Fest machen. Und dann haben wir uns, oder zumindest Teile der Gruppe, mit unsichtbarem Theater und Kommunikationsguerilla beschäftigt.

Nadine: Zum Beispiel Fake-Projekten.

Sarah: Die Wirtschaftskrise war schon auch ein wesentlicher Ausgangspunkt, um die Menschen zusammenzubringen. Auch die Tatsache, dass im Mai tatsächlich aufgrund des „Internationalen Nachbarschaftstages“ überall Nachbarschaftsfeste waren. Nur eben im noblen ersten Bezirk ist keines angemeldet gewesen.

Daniel: Was uns aber erst später aufgefallen ist.

Philipp: Wir haben noch nicht darüber geredet, wie das Projekt schlussendlich ausgesehen hat. Zum Beispiel: Was unterscheidet euer Projekt am Schillerplatz von dem Pawel Althamers in der Secession?

 Inwiefern ist er euch in die Quere gekommen?

Michi: Ist das jetzt die gemeine Frage?

Nadine: Auf jeden Fall war die Bezeichnung „Andere“ ein Problem. Also „er“ und die „Anderen“. Sich begrifflich abzugrenzen und zu sagen: „Die sind anders und die holen wir jetzt hierher und wollen sie integrieren.“ Da stellt sich auch die Frage, ob sie wirklich integriert oder nur für den Moment vorgeführt werden, als die „Anderen“. Oder ob das „soziale Fummelkunst“ ist oder sozialarbeiterisch.

Philipp: Besteht der Unterschied darin, welche Klientel einbezogen wird? Dort sind die „Anderen“ ja sozial niedrig gestellte Leute im Gegensatz zu eurem Projekt.

Arthur: Nein, das ist nicht der große Unterschied. Der liegt, glaube ich, darin, wie man die Leute integriert in das Eigene. Sind dann „einige Andere“ mit ausgestellt? Und ich komme dann dort hin und schaue mir die „Anderen“ an? Oder so. Es ging nicht so darum, die „Anderen“, die da waren, anzuschauen. Es gab zwar verschiedene Gruppen mit jeweils unterschiedlichen Erwartungen, die aber alle gemeinsam enttäuscht wurden.

Michi: Aber für mich ist es auch ein wesentlicher Unterschied, dass wir uns keine sozial benachteiligte Gruppe ausgesucht haben, die mit hineingezogen wird unter dem Deckmantel „Man hilft ihnen“.

Arthur: Auf den Unterschied würde ich mich nicht so festlegen – ob man damit nicht auch eine schwierige Position bezieht, wenn man sagt, die Schillerplatz-Bewohnerinnen wären im Gegensatz zu Obdachlosen grundsätzlich nicht bedürftig. Gerade mit dieser fixen Idee, dass den einen geholfen werden müsste und den anderen nicht, haben wir ja auch gearbeitet. Unser Ausgangspunkt war ja auch, dass diese Leute zwar im ersten Bezirk wohnen – aber trotzdem.

Daniel: Wir wollten uns auch von der ganzen Karlsplatz-Sozialkunst-Geschichte total distanzieren, weil da schon zu viel passiert ist und auch viel Unglückliches.

Nadine: Die wurden doch auch irgendwie zwangsintegriert. Althamer hat versucht, die Leute auf eine merkwürdige Art zusammenzubringen mit anderen. Ich meine, bei uns war es eine Einladung.

Arthur: Bei uns war nicht klar ausgesprochen: Das ist ein Kunstprojekt, es möchte diese und jene soziale Problematik thematisieren. Als kunstinteressierte Person kann ich dort hingehen und mir das anschauen. Die Absage der Ausstellung beispielsweise verhinderte, dass jemand in die privilegierte Position gelangte, mehr zu wissen. Niemand ist ein privilegierter Betrachter oder eine privilegierte Betrachterin dieser Arbeit. Die, die wegen der Kunst kamen, sind nur deshalb bei dem Fest gewesen, weil das, wo sie eigentlich hingehen wollten, scheinbar nicht stattfand. Niemand ging von vornherein „Schillernachbarn“ anschauen. Sondern in die Ausstellung zum Thema „Utopie einer kollektiven Kunst“. Dort wurden sie aber irgendwie versetzt, nahmen an diesem Fest einfach teil. Vielleicht später fiel auf, dass hier verschiedene Gruppen mit verschiedenen Vorwänden zu ein- und derselben Sache eingeladen wurden. Es existierte auch der Wunsch, dem, was bei uns unter „soziale Fummelkunst“ läuft, etwas zu entgegnen.

Daniel: Ja, das ist ganz wichtig. Es gab eigentlich drei Gruppen. Die Nachbarschaft, das Kunstpublikum und viele Studenten, die auch irgendwie eine eigene Gruppe gebildet haben.

Philipp: Studenten, die gar nicht zur Ausstellung gekommen wären?

Sarah: Es gab ja auch noch eine andere Ausstellungseröffnung in der Aula zur gleichen Zeit.

Johannes: Es war davor die Rede von einem Fragebogen. Was waren das für Fragen, an wen richteten sich diese?

Michi: Der Fragebogen hat sich an das Schillerplatz-Viertel gerichtet, das wir geographisch abgegrenzt haben.

Johannes: Was heißt „abgegrenzt“?

Michi: Das heißt, dass wir uns Pläne angeschaut haben und uns überlegt haben, was das „Grätzl“ bedeuten könnte oder wie man es spezifizieren könnte. Es hat uns auch beschäftigt, wer da wohnt und aus was sich diese vielen Häuser zusammensetzen.

Johannes: An wen war der Fragebogen gerichtet?

Arthur: An die Bewohner des Viertels. Das kam auch noch aus einer ganz ursprünglichen Phase, in der wir uns fragten: Was passiert dort eigentlich und wie könnte man sich gegenseitig unterstützen, innerhalb von diesem Viertel?

Johannes: Ihr habt Wolfgang Ullrich eingeladen. Warum ihn?

Arthur: Von ihm haben wir zu der Zeit Texte gelesen.

Wir haben ihn eingeladen, noch lange bevor wir wussten, was wir machen werden.

Nadine: In den Demoraum-Ankündigungen wird immer jemand genannt, der oder die zu den Ausstellungen spricht. Wir dachten, wir hätten gern ihn, weil wir oft über ihn gesprochen haben und er eine Position vertritt, die wir gut fanden.

Johannes: Also ihr habt ihm das Projekt vorgelegt?

Daniel: Nein, das war noch bevor das Projekt konkret wurde. Aber er hat dann eben abgesagt.

Sarah: Und wir mussten das vorab schon bestimmen, weil die Einladungen in den Druck gingen.

Michi: Deswegen stand auf der Einladung „ist angefragt“. Wir hatten noch keine Antwort. Die Absage kam erst später.

Arthur: Weil er keine Zeit hatte.

Johannes: Ihr habt ihn eingeladen – er hat abgesagt und es wurde trotzdem eine Rede gehalten. Wer hat die gehalten?

Nadine: Wolfgang Ullrich.

Lachen

Arthur: Ein Schauspieler, dem wir die Rolle „Wolfgang Ullrich“ gegeben haben.

Sarah: Also die Rolle des Nachbarschaftsinitiators.

Daniel: Der zufällig ebenfalls Wolfgang Ullrich heißt. Der hatte mit dem Wolfgang Ullrich eigentlich nichts zu tun.

Sarah: Genau, ein Fake-Namensvetter.

Daniel: Ich glaube, wir haben nach einem Namen gesucht, oder? Wie könnte der Sprecher dieser Initiative heißen? Wir hatten damit eigentlich zwei Fliegen mit einer Klatsche …

Arthur: Es ging eben auch darum: An welchen Punkten könnten wir Hinweise legen, um aufzufliegen? Wir führten viele Diskussionen über solche Details, wie diese Gratwanderung gelingen könnte: Spaß, aber nicht auf fremde Kosten, also ohne dabei jemanden vorzuführen …

Johannes: Und seid ihr aufgeflogen?

Michi: Ja, schon. Jemand von den Nachbarn meinte, dass sie ziemlich schnell wussten, dass das ein Kunstprojekt sein müsste, weil sie Wolfgang Ullrich gegoogelt hätten und darauf gekommen wären, dass das ein Kunsttheoretiker sei, zu diesem Zeitpunkt also bereits klar war, woher der Wind wehte.

Johannes: Ich verbinde mit dem Begriff „Nachbarschaftsinitiative“ auch ein langfristiges Projekt. War das für euch jemals langfristig gedacht, ist danach noch etwas passiert oder war schnell klar, dass es nur eine Aktion gibt und nicht mehr?

Michi: Naja, wir haben schon überlegt, was danach passieren könnte. Und das ist vielleicht ein Schwachpunkt des Projekts, dass im Nachhinein eben gar nichts passiert ist.

Daniel: Ein „Dankesschreiben“ haben wir uns fix vorgenommen.

Betti: Und einen Preis wollten wir vergeben.

Michi: Das haben wir verschlafen.

Arthur: Faulheit!

Sarah: Ja, aber wir waren wirklich nicht nur faul, sondern total ausgepowert und es war eine intensive Zeit, nach der dann jeder mal Abstand und Zeit für sich brauchte. Es ist aber definitiv ein Schwachpunkt des Projekts, dass keine Aufklärung stattgefunden hat. Meiner Meinung nach gehört zu einem gelungenen Fake eben auch eine Art von Aufklärung, die nämlich dann wiederum Anregung zur Kommunikation unter den Beteiligten mit sich bringen würde.

Nadine: Aber das heißt auch, dass es der Gruppe nicht wichtig war. Man hätte auch sagen können, jeder hat mal zwei Wochen Pause und dann macht man das. Es wäre nicht zu spät gewesen. Aber dann wurde das Fertigstellen des Projekts einfach nicht weiter verfolgt, aus welchen Gründen auch immer.

Michi: Wegen der Längerfristigkeit gab es eine Überlegung, dass man versucht, diese Nachbarschaftsinitiative, die wir erschaffen haben, abzugeben. Der utopische Gedanke wäre gewesen, dass jemand den echten Vorsitz der Nachbarschaftsinitiative übernehmen würde.

Nadine: Da fängt es an, in Graubereiche zu gehen. Ich finde die Frage von vorhin spannend, ob es schon den Unterschied macht, wenn Nachbarschaft oder Obdachlose involviert werden. Ich könnte das jetzt nicht so klar beantworten. Wenn wir wollten, dass die Nachbarinnenschaft die Initiative übernehmen würde, wären wir ja auch quasi sozialarbeiterisch: Wir wollen in einem sozialen Bereich etwas initiieren. Insofern ist es vielleicht gut, dass das Bedürfnis nicht da war, es in diesem Sinn abzuschließen.

Philipp: Ihr wolltet Anhaltspunkte verstecken, weil ein Fake dann am schönsten ist, wenn er sich selbst auflöst? Ist das vielleicht der Beweggrund, weshalb man sich jetzt nicht darum bemüht, das aufzulösen?

Arthur: Ich glaube, für die meisten hat es sich einigermaßen aufgelöst, für die allermeisten. Vielleicht wäre es gut gewesen, sich zu bekennen. Für mich persönlich wäre es zumindest sehr wichtig gewesen, diesen Preis, den wir ausgeschrieben hatten für die beste Schillerplatz-Torte, tatsächlich zu überreichen, also den hatten wir ja auch …

Und an so etwas halte ich mich auch fest. Man hat zwar gewissermaßen einen Fake vor, an bestimmten Punkten meint man es aber ernst, erliegt quasi seinem eigenen Fake.

Darum habe ich auch noch immer im Kopf, dass ich den Preis selbstverständlich noch überreichen werde – diesen Schillerplatz-Torten-Preis – auch wenn es mittlerweile ein bisschen utopisch wird.

Nadine: Ulli, glaube ich, hat ja wirklich noch versucht herauszufinden, wo die Frau wohnt.

Sarah: Ja, sie hat es auch herausgefunden.

Philipp: Wie ist das eigentlich: Ist die „Gruppe Kunst im öffentlichen Raum“ identisch mit den zehn Personen, die das Schillerplatz-Projekt konzipiert haben?

Michi: Nein, schon allein deswegen nicht, weil zum Zeitpunkt des Projekts nicht alle in Wien waren.

Philipp: Mich würde weniger interessieren, wer da war oder wer nicht, als vielmehr, ob die Gruppenzusammensetzung eher fließend oder starr ist?

Arthur: Nein, die kann in verschiedenen Konstellationen auftreten. Ich glaube, dass es auch möglich wäre, ein Projekt zu machen als „Gruppe Kunst im öffentlichen Raum“ und einige sind nicht dabei, haben einfach keine Lust darauf, weil sie es nicht gut finden oder keine Zeit haben oder warum auch immer.

Daniel: Die Gruppe besteht aus den Leuten, die Dienstag so gegen 14 Uhr kommen.

Nadine: Mir fällt auf, es gab noch nicht den Fall, dass ein paar Personen als Gruppe etwas machen wollten und andere gesagt hätten: „Wir möchten nicht, dass ihr dieses oder jenes im Namen der Gruppe macht.“

Michi: Ich glaube, das wäre die nächste Phase von diesem utopischen Gruppengedanken, die als Nebeneffekt haben könnte, dass man sich auch wieder auflöst aufgrund von Differenzen.

Nadine: Wir nennen uns „Gruppe Kunst im öffentlichen Raum“. Vielleicht müssen wir uns dadurch nicht so stark identifizieren. Dieser Name knüpft sich ja eher an unsere Ausbildungssituation.

Johannes: Könnt ihr was dazu sagen, wie die Gruppe generell organisiert ist? Daniel, du hast von Dienstag, 14 Uhr gesprochen. Es gibt einen Treffpunkt, man weiß, die Gruppe trifft sich, und man kommt dazu oder nicht?

Arthur: Das ist nicht unkompliziert mit dem Dienstag-14-Uhr-Termin – weil in erster Linie eine Lehrveranstaltung. Diese Überschneidung mit einer Lehrsituation ist allerdings wesentlich für uns. Dort wird die Gruppe mit einer Position konfrontiert, die zugleich auch außerhalb der Gruppe steht.

Johannes: Und wie funktioniert dies, wenn von Lehrsituation die Rede ist und zeitgleich von demokratischem Abstimmen? Steht sich das in irgendeiner Form gegenüber?

Arthur: Ich glaube tatsächlich, dass das an den persönlichen Beziehungen liegt, ohne explizite Organisationsform auszukommen. Jedes Mal wird aufs Neue ausgelotet, wie wir zu einer Entscheidung kommen, auf einer persönlichen Ebene und mit einem großen gegenseitigen Interesse an den Gruppenmitgliedern an sich.

Johannes: Ihr habt beim Schillerplatz-Projekt im Nachhinein auch über ein teilweises Misslingen gesprochen. Ist das darauf zurückzuführen, dass es so eine Ordnung nicht gibt? Ist das ein Problempunkt?

Arthur: Es ist ein Problempunkt. Aber durch diese Art der langfristigen Zusammenarbeit entsteht ein Vertrauen, auch eine Vertrautheit, die eine ganz andere Form von gegenseitiger Kritik an der individuellen Arbeit ermöglicht. Das würde ich zum Beispiel viel höher bewerten als die Effizienz in der gemeinsamen Arbeitsweise.

Philipp: Ist es überhaupt erst möglich, solche „Sozialprojekte“ mit dem besten Gewissen zu machen, weil die Gruppe selber eines ist?

Arthur: Wahrscheinlich. Ja. Wenn man sich rein auf Basis von thematischen Interessensparallelen zu einer Gruppe gefunden hätte, an den sozialen Prozessen nicht interessiert wäre, würde es mir schwerer fallen zu begründen, warum diese Form in der gemeinsamen Arbeit?

Michi: Du meinst, es funktioniert deswegen, weil die Gruppe an sich schon ein Sozialprojekt ist? 

Ich glaube, das knüpft an die vorige Frage zu den Organisationsstrukturen an.

Das ist ein Spagat, den die Gruppe macht. Es gibt sie überhaupt erst, weil die Institution das möglich macht. Das heißt, es ist die Frage, ob diese Gruppe außerhalb des akademischen Kontexts in dieser Konstellation überhaupt existieren würde. Das muss man mit bedenken. Und dann glaube ich, dass in unserer Konstellation leichter Vertrauen entstehen kann als bei anderen Klassen mit 60 Personen. Ob das alles jetzt ein Sozialprojekt ist oder nicht ist – weiß ich nicht.

Betti: Aber nicht alle Kleingruppen arbeiten dann auch gemeinsam. Das ist ja dann auch wieder was Besonderes.

Johannes: Und welche Rolle spielt dann die Professorin, Mona Hahn? Du sprachst vom Unterschied zu anderen Klassen. Was sind da die Unterschiede zu den anderen Klassen, zu den Professoren? Gibt es bei Entscheidungen immer noch die Hand des Professors obendrauf, in dem Sinn: Das machen wir, das machen wir nicht?

Arthur: Ja, die Hand gibt es schon.

Michi: Du sprichst jetzt sicher eine Art Schwachpunkt dieser Gruppe an. Diese Hand gibt es, glaub ich, in irgendeinem Sinn, auch wenn man sich das nicht immer eingestehen will. Das ist ein Spagat zwischen dieser Hand und dem Selbstbestimmten.

Nadine: Aber diese Hand gäbe es auch bei Einzelprojekten, wenn wir über die Ausbildungssituation sprechen. Es gibt ein Gespräch zu einer Arbeit und die Professorin übt Kritik. Und so ist es eigentlich bei uns auch in der Gruppe. Sie ist auch so etwas wie ein eigenes künstlerisches Projekt.

Betti: Es wäre bei Einzelprojekten nicht unbedingt anders. Da nimmt man auch Kritik an.

Arthur: Ich glaube, dass es leichter ist, Kritik an der eigenen Arbeit anzunehmen. Bei einer Gruppenarbeit kommen zu den eigenen Kriterien noch neue, gemeinsame, auf die man sich erst einigen muss. Solche Kriterien sind langweilig, sobald sie klar aussprechbar sind. Und wenn sie das eben nicht sind, ist es schwierig, als Gruppe darüber einen Konsens zu finden.

Nadine: Die künstlerische Lehre in der Akademie ist auf Einzelpersonen ausgerichtet und nicht auf so etwas wie kollektives Arbeiten. Wir, die Gruppe und Mona, versuchen gemeinsam, dafür einen Weg zu finden.

Sarah: Aber für mich ist das auch so, dass sich manchmal die Grenzen verwischen, ob sie Teil der Gruppe ist oder nicht.

Daniel: Ich sehe das ein bisschen anders. Vielleicht ist es einfach eine gute Form für Gruppen. In ganz anderen Bereichen haben Gruppen oder Leute, die zusammen arbeiten, Supervision. Geleitet von einer Person, die von außen kommt und sich die Strukturen in der Gruppe ansieht und versucht …

Arthur: … etwas zu sehen, was die Mitglieder, die direkt involviert sind, nicht sehen?

Daniel: Ja, das gibt es in allen Bereichen. Ich habe für eine Einrichtung gearbeitet während meinem Zivildienst, da gab es auch regelmäßig Supervision.

Johannes: Aber die Zeit des Zivildienstes ist beschränkt, genauso beschränkt ist auch die Zeit an der Akademie. Es gibt einen Anfang und ein Ende. Definiert sich die Gruppe auch darüber? Betti ist vielleicht jetzt ein Beispiel dafür. Ist es so, dass die Leute, die studieren, Teil der Gruppe sind und wer abschließt muss sich anders organisieren? Ist es vielleicht auch ein Problem für jeden Einzelnen, dass man diese Gruppe als Auffangbecken oder als Stossdämpfer hat – aber nur solange man studiert? 

Arthur: Schwer das im Vorhinein zu sagen.

Michi: Das kann man wirklich schwer sagen, weil es noch wenig erprobt ist.

Betti: Wir erproben das jetzt gerade.

Daniel: Ich glaube, das wird eine große Herausforderung, sobald mehr Leute draußen sind als drinnen.

Johannes: Aber wir haben jetzt eine Person am Tisch, die, auch wenn es jetzt noch keine lange Zeit ist, vielleicht einen Unterschied bemerkt hat?

Betti: Es ist sehr kurz und ich habe bis jetzt bemerkt, dass mir die Klassengespräche fehlen und auch das Treffen der Leute. Ich habe keine Ahnung, wie es sich entwickeln wird.

Das Einzige, was ich jetzt schon weiß, ist, dass, seit die Struktur des regelmäßigen Treffens nicht mehr da ist, ich mich selbst mehr einbringen, selbst anrufen, selbst organisieren muss, um bei den Gruppentreffen dabei zu sein oder in der Klasse Arbeiten zu präsentieren und so weiter.

Aber das muss ich auch erst ausprobieren.

Arthur: In der Klasse oder Gruppe?

Lachen

Betti: Ja gut, wenn sich die Gruppe in der Klasse trifft. So.

Johannes: Glaubst du trotzdem, dass es Probleme geben könnte?

Betti: Naja. Probleme in dem Sinn sehe ich jetzt mal nicht, aber wenn einige Projekte im Rahmen der Uni entstehen, dann müsste ich mich erst informieren und schauen, ob ich trotzdem noch mitmache oder nicht. Das ist bis jetzt allerdings noch nicht da gewesen.

Johannes: Und wie lang existiert die Gruppe eigentlich schon, wie viele Diplomanden gibt es?

Betti: Es gibt mit mir drei Diplomandinnen und die Klasse, glaube ich, seit 2005.

Nadine: 2005?

Michi: Also die Gruppe als solche ist, glaube ich, seit 2008 aktiv.

Sarah: Es gab zu der Zeit kein Projekt für die Klasse und du wolltest unbedingt, dass wir was machen.

Philipp: Ein konkretes Projekt?

Betti: Da war der Club-Blumen-Abend. Wir haben darüber geredet, dass wir ein Essen machen mit Künstlerinnen, oder Leuten die wir eigentlich kennenlernen wollten.

Michi: Das Ziel war, dass wir für uns selbst ein Projekt finden, das wir gerne …

Arthur: … als Gruppe!

Michi: … machen wollen.

Daniel: Echt?

Arthur: Und dann ist uns nichts eingefallen. Jahrelang.

Lachen

Michi: Zu deiner Frage von vorher, nach Anfang und Ende – zu Beginn ist zunächst mal die Frage entstanden, ob wir überhaupt eine Gruppe sind. Wollen wir eine sein, wollen wir jetzt nur auf ein Projekt hinarbeiten und anschließend lösen wir uns auf? Diese ganzen Fragen gab es am Anfang schon.

Arthur: Und dann haben wir aufs Flipchart geschrieben: „Wir sind eine Gruppe“.

Lachen

Daniel: Ja, mit allen psychologischen Tricks gearbeitet.

Johannes: Thema repräsentative Funktionen: Bei dem Schillerplatz-Projekt wurden diese an andere Personen abgegeben. Keiner von Euch ist in irgendeiner Form in die Öffentlichkeit getreten.

Betti: Doch, alle waren präsent bei der Absage der Ausstellung in der Aula.

Michi: Aber ich glaube, du meinst jetzt draußen am Schillerplatz, oder?

Johannes: Genau.

Michi: Das war Teil der Überlegung, dass wir uns – um nicht sofort aufzufliegen – draußen irgendwie zurückhalten müssen. Weil ja zumindest die Leute beziehungsweise Besucher aus der Akademie uns wahrscheinlich erkennen würden und sofort merken würden, dass da etwas nicht stimmt.

Johannes: Es kam ja schon häufiger vor, dass sich die Gruppe von der Öffentlichkeit zurückzieht beziehungsweise nicht als Gruppe auftritt …

Michi: Naja, es war eine spezielle Entscheidung für dieses Projekt, also dafür wie es aufgebaut war …

Daniel: Das war beim Möntmann-Projekt dann aber auch so.

Nadine: Dass wir uns bei dem Möntmann-Projekt zurückgezogen haben, ist ja noch mal was anderes. Und wenn man an die Rundgänge denkt, da sind wir schon präsent.

Johannes: Die Gruppe heißt „Gruppe Kunst im öffentlichen Raum“. Welche Rolle spielt der öffentliche Raum oder was ist der öffentliche Raum, der von euch thematisiert wird?

Daniel: Ich glaub, das liegt nicht fest.

Michi: Naja, die Gruppe heißt „im öffentlichen Raum“ aus institutionellen Gründen. Uns ist halt nichts Besseres eingefallen.

Philipp: Ist es so, dass man irgendwann, um wirklich ernst genommen zu werden als Gruppe, einen Namen haben muss, der nichts mit der Institution zu tun hat?

Nadine: Ich finde es eigentlich ganz gut so. Vielleicht ist uns nichts Besseres eingefallen, aber wir haben den Namen ja jetzt schon länger, ohne ihn ändern zu wollen.

Johannes: Beim Schillerplatz-Projekt waren zehn Einzelnamen aufgelistet, aber die „Gruppe Kunst im öffentlichen Raum“ hat sich nicht bekannt zu dem, was da passiert ist.

Michi: Nein, das stimmt nicht.

Nadine: Der Gruppenname stand auf dem Plakat. Es gibt eben beides, einerseits die Definition einer Gruppe, andererseits die Einzelnamen, aus denen die Gruppe besteht. Wir haben damit keine Probleme.

Philipp: Aber gibt es im Moment das Bedürfnis, das weiterzuführen?

Sarah: Den Namen jetzt oder die Gruppe?

Philipp: Die Gruppe.

Michi: Ich glaube, das zeigt sich dann erst bei den Leuten, die nicht mehr Teil der Institution sind. Hast Du ein Bedürfnis, Betti?

Betti: Ja.

Nadine: Es kann auch sein, dass Leute einfach keine Lust mehr haben. Es muss ja nicht unbedingt sein, dass man Diplom gemacht hat.

Betti: Ich glaube, dass dieser offene Zugang zeigt, dass jeder sich einbringen kann, wenn er oder sie will. Insofern hat es eben nicht mit dem Diplom zu tun.

Philipp: Gilt dann der Satz jetzt noch: „Mit persönlichen Beziehungen, regelmäßigen Zusammenkünften und Geselligkeiten arbeiten wir dagegen?“ Und was für eine Rolle spielt er? Dieser Satz ist ja ganz am Anfang entstanden. 

Arthur: Ich finde, der gilt total. Ich habe ihn richtig verinnerlicht.

Sarah: Ja, ich find auch.

Nadine: Mir fiel grade auf, dass wir den ersten Teil des Satzes oft betonen, aber den zweiten eigentlich unter den Tisch fallen lassen.

Arthur: Für mich ist das anders.

Sarah: Für mich passt das auch.

Arthur: Einfach nur zu sagen „dagegen“ und das in Verbindung mit „persönlichen Beziehungen und Zusammenkünften“, das klingt nach Kommunikation und nett. Dass das schon unser „dagegen“ ist, das finde ich das Tolle an diesem Satz.

Nadine: Genau. In dem Text, aus dem sich der Satz ein bisschen ableitet, ging es darum, warum überhaupt jemand in einer Gruppe arbeitet und nicht einzeln. Der ging in die Richtung, dass man alleine nicht weiß und unsicher ist und deswegen anfängt, im Kollektiv zu arbeiten. Dieses „dagegen“ ist in unserem Satz aber offen und interpretierbar, deswegen passt er wahrscheinlich immer noch.

Philipp: Lässt das auf eine weniger ergebnisorientierte Arbeitsweise schließen?

Arthur: Für mich ändert sich das „dagegen“ von Zeit zu Zeit.

Es ist aber jedenfalls weniger eine Absage an das Produktive, Ergebnisorientierte als eine Zusage an ein Lustprinzip. Das reine Ergebnis hätte kaum einen Wert, wenn es mir keine Freude gemacht hätte, dorthin zu gelangen.

Michi: Aber insofern ist es schon, so wie der Philipp sagte, eine Absage an das rein produktiv Gerichtete.

Nadine: Also wenn es darum geht, so schnell wie möglich etwas materialisiert zu haben, und die Prozesse eigentlich überhaupt nicht so wichtig sind.

Johannes: Vielen Dank.

Michi: Wir danken.

Arthur: Danke.

Daniel: Danke.

Nadine: Ich Schrägstrich wir.

Philipp: Die Gruppe dankt.

Nadine: Gut.

Sarah: Dann können wir jetzt doch wieder die Türen aufmachen, oder?

Arthur: Und die Fenster vielleicht.

Betti: Und die Fenster. Ja.